DER EHRLICHE STATUS
Nach dem Feuer: Was in der Böhmischen Schweiz jetzt wieder geöffnet ist
Der Waldbrand von 2022 – was tatsächlich abgebrannt ist, wann die Boote durch die Schlucht wieder fuhren, und der ehrliche aktuelle Zustand des Bogens, der Wanderwege und der Landschaft im Wiederaufbau.
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Ende Juli 2022 brach in der Böhmischen Schweiz ein Waldbrand aus, der durch extreme Hitze, Trockenheit und Wind angefacht wurde und sich zu einem der größten Brände der modernen tschechischen Geschichte ausweitete, bevor er Mitte August als gelöscht gemeldet wurde. Tausende Feuerwehrleute waren im Schichtdienst im Einsatz, mehrere hundert Menschen wurden aus Hřensko und Mezná evakuiert, und der Schaden belief sich auf Hunderte Millionen Kronen. In den folgenden ein bis zwei Saisons gingen viele potenzielle Besucher einfach davon aus, dass der Park verloren sei. Das ist er nicht – doch das Bild ist differenzierter als entweder „zerstört“ oder „unversehrt“, und es lohnt sich, dies zu klären, bevor man einen ganzen Tag um den Park plant.
Die Landschaft hat überlebt — Fels verbrennt nicht
Die wichtigste Tatsache ist: Das Feuer verbrannte Wald, nicht Stein. Der Pravčická-Brána-Bogen, die Kamenice-Schluchten und die Sandsteinfelsen – der eigentliche Grund für die Reise – sind allesamt intakt und geöffnet; sie hätten niemals brennen können. Die Sorge hinter der meistgestellten Frage – gibt es überhaupt noch etwas zu sehen? – ist also unbegründet. Die spektakuläre Landschaft ist vollständig erhalten. Was sich geändert hat, ist der Wald rundherum und – vorübergehend – der Zugang zu Teilen davon.
Die Boote in den Schluchten: Drei Jahre geschlossen, seit Juli 2025 wieder unterwegs
Der größte Verlust für Besucher war die Bootsfahrt durch die Kamenice-Schlucht, die fast drei Jahre lang geschlossen blieb. Sie wurde – konkret die Edmundsklamm-Touren – am 19. Juli 2025 wiedereröffnet, allerdings unter neuen Regeln: tägliches Besucherkontingent, Ticketkauf vor Ort im Zentrum von Hřensko, geführter Zugang mit Begleitung sowie regelmäßige Felssturz-Kontrollen, da das Feuer Teile des Felsens über dem Wasser gelockert hat. Dies ist das einzige Detail zu diesem Thema, das sich von Saison zu Saison ändert. Behandeln Sie daher jede pauschale Aussage über die Boote – einschließlich dieser – als etwas, das Sie vor Ihrer Reise anhand einer aktuellen Quelle überprüfen sollten.
Wanderwege, Umleitungen und ein neuer Aussichtspunkt
Der Zugang wurde schrittweise und nicht auf einmal wiederhergestellt. Teile des direkten Anstiegs von Hřensko sowie der historische Gabriele-Steig-Korridor wurden beschädigt und umgeleitet; alternative markierte Wege sind ausgeschildert und in Betrieb. Zur Saison 2024 waren rund 150 Kilometer markierter Wanderwege wieder geöffnet. Der Nationalpark hat zudem auf dem Weg Mlýnská cesta eine neue Aussichtsplattform errichtet – ausdrücklich, damit Besucher auf den verbrannten und wieder nachwachsenden Wald blicken können. Eine bewusste Entscheidung, die Regeneration zum Teil des Erlebnisses zu machen, statt sie zu verstecken.
Wie es heute aussieht
Erwarten Sie eine Landschaft der Erholung, keine Mondlandschaft: Auf den verbrannten Hängen stehen abgestorbene Kiefern neben kräftigem, jungem Grün, während große Flächen vom Feuer nie berührt wurden. Ein Wiederaufforstungsprogramm mit heimischen Arten läuft. Viele Besucher empfinden das Gebiet aus Brand und Neubewuchs als ausgesprochen interessant zum Durchwandern – und da der Tourismus nach dem Feuer einbrach und sich noch immer erholt, ist der Park heute ruhiger als in seinem Spitzenjahr vor 2022. Ein kleiner Silberstreif für alle, die den Bogen lieber nicht mit einer Menschenmenge teilen möchten.
Noch unentschlossen, welcher Tag – oder welche Termine?
Hinterlassen Sie Ihre E-Mail-Adresse und ungefähr, wann Sie in Prag sind – wir schicken Ihnen eine kurze Übersicht, wie der Tag im Böhmischen Schweiz funktioniert, Tour versus Selbstorganisation, den aktuellen Stand der Boote in der Schlucht und die beste Reisezeit.